Kaiserstuhl, Event, Vogtsburg, Reise, Unterhaltung

Der Kaiserstuhl

Nordwestlich von Freiburg steigt ein kleines,
vulkanisches Massiv (110 km²)
wie eine Insel aus der badischen Rheinebene auf.
Der Kaiserstuhl…!

Im Breisgau, diesem wunderbaren Landstrich um den Kaiserstuhl zwischen Oberrheintal und Schwarzwaldhöhen, scheint die Sonne kräftiger und länger als irgendwo sonst in deutschen Landen. Hierher reicht oft noch ein Zipfel des Azorenhochs und mitte April, wenn der letzte Schnee auf den nahen Gebirgskämmen liegt, explodieren die Knospen der Obstgärten rund um den Kaiserstuhl fast über Nacht.

Der Kaiserstuhl ist eine relativ junge Gebirgsinsel vulkanischen Ursprungs und sieht ein bisschen aus wie ein nach Südwesten geöffnetes Hufeisen. Die Hänge des 557 Meter hohen erloschenen Vulkans sind vom fruchtbaren, lehmartigen “Löss” bedeckt. Im Kaiserstühler Klima gedeihen Rebkulturen und empfindliche Obstsorten, aber auch mediterrane Pflanzen. Am Südrand des Gebirges kann sich der Boden bis auf 68 Grad aufheizen. Herbst und Frühling sind deshalb besonders geeignet, um dieses herrliche Eckchen zu erkunden.

Seinen Namen hat der Kaiserstuhl vermutlich von König Otto III, der bei Sasbach am 22. Dezember 994 einen Gerichtstag abhielt. Nach diesem Gerichtstag wurde das ganze Gebirge als “Königsstuhl” bezeichnet. Nachdem Otto III. im Mai 996 zum Kaiser gekrönt war, wurde aus dem “Königsstuhl” der “Kaiserstuhl”.

Der Kaiserstuhl verfügt nachweislich über die meisten Sonnenscheinstunden sowie das wärmste Klima aller deutscher Weinanbaugebiete. Begünstigt durch das Klima wächst hier ca. ein Drittel des badischen Weins. Seit über 1000 Jahren wird am Kaiserstuhl Wein angebaut. 43 Prozent seiner Fläche sind mit Reben bedeckt und rund 5000 Winzer teilen sich die Arbeit.

Ortschaften:

Städte und Gemeinden am und im Kaiserstuhl sind (alphabetisch sortiert):

Comments are closed.